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Von Nicole L. Vielen Dank
Wanderung am 22.3.03
von Holzkirchen über den Hackensee zum Kloster Reutberg, weiter nach Schaftlach.

Zu zehnt bestiegen wir Wanderer, ausgerüstet mit unseren Wanderstiefeln und der sog. Wochenendcard der Bayerischen Oberlandbahn zu 18 Euro, die BOB, die uns von München nach Holzkirchen brachte. Etappenziel der Wanderung war das auf einem weithin sichtbaren Hügel gelegene Franziskanerinnen-Kloster Reutberg bei Sachsenkam mit seiner Brauerei und seinem Bräusstüberl.

Nachdem wir Holzkirchen passiert hatten, stiefelten wir schnurstracks über die Bodenschneidstraße auf den Fichtenwald zu. Waldgeruch und laue Frühlingsluft strömte unseren Nasen entgegen. Die Route führte uns über Buch zunächst bis Kleinhartpenning. Beim sonnigen Abstieg zum malerisch gelegenen Hackensee stießen wir auf die ersten Frühjahrsboten: Gelber Goldstern, zart lila blühende Leberblümchen, weiße Märzenbecher, lila Herbstzeitlose (Krokusse, die sowohl im Frühjahr als auch im Herbst blühen) und den saftig gelben Huflattich. Der Wanderweg durch die hohen Fichtenwälder forderte uns allerdings sportlich heraus. Verharrschter Schnee, den die Sonnenstrahlen noch nicht erreicht hatten und zahlreiche Eisflächen brachten uns auf dem Weg ganz schön ins Schwitzen. Aber selbst der eine oder andere Sturz verdarb uns nicht die gute Stimmung. Über Pelletsmühl, Babenberg und Stubenbach erreichten wir den Reutberg. Leider konnten wir die barocke Klosterkirche nicht näher besichtigen, weil dort ein Gottesdienst stattfand. So nahmen wir bei strahlendem Sonnenschein im mit alten Kastanien bewachsenen Biergarten Platz. Der Blick auf die Berge, im Vordergrund Blomberg und Zwiesel, war sagenhaft, der uns wenig später servierte Spanferkelbraten ausgezeichnet. Auch die frischen Ausgezogenen - es handelt sich dabei bekanntermaßen um Schmalznudeln und nicht um die zuweilen am Hackensee sich tummelnden Nacktbader - waren köstlich.

Endziel war der BOB-Bahnhof Schaftlach. Der Weg dorthin führte durch den Ort Sachsenkam. Hier bewunderten wir in zahlreichen Gärten viele in exotischen Farben blühende, allerdings noch ratzekahle Sträucher. Des Rätsels Lösung wollt ihr wissen?... Leider hoppelte uns auf den nahen Wiesen und dem sich anschließenden Waldstück kein Meister Lampe mit bunt bemalten Eiern entgegen. Wahrscheinlich befand er sich nach getaner Arbeit bereits im wohlverdienten Osterurlaub.

Vielen Dank an Nicole für diesen appetit anregenden Frühlingseindruck.


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